YoungStars gehen mit Corona-Tests voran
  26.05.2020 •     BSP Friedrichshafen , Leistungssport


Antikörpertests am Bundesstützpunkt

YoungStars gehen mit Corona-Tests voran

Die Volleyballer vom Bundesstützpunkt Friedrichshafen haben einen Corona-Antikörpertest gemacht. „Im Normalfall haben sich drei bis vier Wochen nach der Infektion Antikörper gebildet, die man mit einem Test nachweisen kann“, sagt Michael Bonin, Geschäftsführer einer Teilfirma des Unternehmens Medicover. Weil sein Sohn Ben-Simon zum Stützpunktteam gehört – nächste Saison steht er bei den VfB-Profis unter Vertrag - kam der Kontakt nach Friedrichshafen zustande.

Stützpunktleiter Ralf Hoppe und Trainer Adrian Pfleghar, haben die Vor- und Nachteile abgewogen und sich für den Test aller Spieler und Trainer entschieden. 

„Wenn der Test ergibt, dass ein Spieler Covid-19 noch nicht hatte, ist er auch weiterhin sehr vorsichtig, um sich nicht zu infizieren. Gerade in der aktuellen Phase der Lockerungen, ist es uns wichtig, allen Spielern zu verdeutlichen, dass sie sich an die Regeln halten müssen, um ihr Umfeld und sich selbst nicht zu gefährden“, sagt Hoppe. „Wenn jemand die Krankheit bereits hinter sich hat, kann er im Falle einer zukünftigen Infektion in der Mannschaft unter Umständen weiterhin am Training teilnehmen und muss nicht in Quarantäne. In einem solchen Fall werden wir uns aber immer mit den zuständigen Ärzten am Olympiastützpunkt Stuttgart abstimmen.“

Ob ein Spieler sogenannte IgG-Antikörper in sich trägt, kann anhand einer Blutprobe untersucht werden. Dafür musste jeder 300 Mikroliter Blut abgeben. Die notwendigen Utensilien – Desinfektionstuch, Tupfer, Pflaster, Röhrchen für das Blut und Lanzetten zum In-den-Finger-Piksen – gehören zu dem Test-Kit, das jeder Spieler und Betreuer erhalten hat. Die anschließende Laboranalyse bringt in drei bis vier Tagen das Ergebnis.

„Aktuell wird von der Volleyball Bundesliga ein Konzept entwickelt, wie der Spielbetrieb im Herbst ablaufen könnte. Dort sind dann sicherlich auch Tests vorgesehen. Wir wollten aber schon jetzt einen Überblick über die aktuelle Situation haben“, sagt Hoppe und ist auf die Ergebnisse gespannt.